Alkohol-MPU 

Nachfolgend finden Sie Informationen über die Medizinisch – Psychologische Untersuchung (MPU) aufgrund von Alkohol. Außerdem finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. 

Wann wird eine Alkohol-MPU angeordnet?

Trunkenheit am Steuer stellt die häufigste Ursache für eine MPU Anordnung dar. Aber auch Straftaten (ohne Fahrzeug) unter Alkoholeinfluss kann eine MPU nach sich ziehen. Vor allem dann wenn begründeter Verdacht besteht, dass ein Alkoholmissbrauch oder Abhängigkeit vorliegt.

Bei einer Trunkenheitsfahrt ab 1.6 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) wird in allen Bundesländern eine MPU angeordnet. In Bayern und Baden-Württemberg bereits ab 1.1 Promille BAK. Aber auch bei geringeren Mengen wie etwa 0.6 Promille wird eine MPU angeordnet, nämlich dann, wenn Sie mehrfach auffällig geworden sind (bspw. 2 Fahrten mit 0.6 Promille innerhalb von 3 Jahren). 

Muss ich jetzt abstinent leben?

Das hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. In einigen Fällen muss nicht gänzlich auf Alkohol verzichtet werden und kontrolliertes Trinken ist möglich.  Eine Beratung bei einem Verkehrspsychologen kann Aufschluss geben, wie es bei Ihnen persönlich aussieht.

Eine Abstinenzpflicht besteht in jedem Falle, wenn bei Ihnen eine Alkoholabhängigkeit diagnostiziert wurde. Außerdem wenn Sie es in der Vergangenheit trotz mehrfacher Versuche nicht geschafft haben, Ihren Konsum zu kontrollieren oder bereits das 2. oder 3. Mal zur MPU wegen Alkohol müssen.

Nützliche Informationen zu den Abstinenznachweisen finden Sie hier.

Auf welche Fragen sollte ich mich vorbereiten?

Es ist wichtig zu wissen, dass es keine standardisierten Fragen gibt. Der Gutachter kennt Ihre Akte sehr genau und wird die Fragen entsprechend anpassen. Ziemlich sicher werden Sie zu Ihren Delikt, zu Ihrer Trinkgeschichte und zu Veränderungen gegenüber früher befragt. Außerdem sollten Sie sich selbstkritisch mit Ihren früheren Verhaltensweisen auseinandergesetzt haben.  Grundsätzlich: Mit Ehrlichkeit und Offenheit erhöhen Sie ihre Glaubwürdigkeit. Verzichten Sie zudem auf “hohle” Phrasen.